Natürlich ist die Verfügbarkeit von Waffen ein Risikofaktor auch für Amoktaten. Aber man muss auch sehen, dass es in keinem Bereich hundertprozentige Sicherheit und hundertprozentigen Schutz gibt.
…
Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen.
Heribert Rech (CDU)
[swr.de, über consolewars]
Da bin ich mal ein paar Tage nicht im Netz und schon muss ich so was lesen – wehe, wehe, wehe…
… dieses schon in die Jahre gekommene Stück/Video von Jan Delay (Prophet) widme ich ihnen von ganzem Herzen:
(wieder gefunden auf pantoffelpunk)
Nach “Du bist Terrorist” hat Alexander Lehmann nun seinen zweiten Film ins Netz gestellt, der sich mit dem Thema Netzsperren befasst. Diesmal verschärft er den säuselnden Propagandaunterton und man könnte ihm die Polemik in seinem Film sicher zum Vorwurf machen – man könnte ihn aber auch dazu beglückwünschen, dass er viel von den Meistern gelernt hat. Auf der Internetseite rettedeinefreiheit.de gibt es Hintergrundinformationen zum Film und zu der ganzen Thematik.
Da mir eine stille Leserin aus der realen Welt mitgeteilt hat, dass man die Idee hinter dem obigen Bild nicht versteht, hier die Erklärung:
Auf diesem Bild sieht man die “Geläuterte Tastatur TM” - hergestellt in der Nacht und mit Mount Wroclai (Idle Days) von Beirut als musikalische Hintergrundbeschallung (in Dauerschleife). Inspiriert dazu hat mich der Artikel, der durch anklicken des Bildes erreichbar ist.
Ich bin der “festen” Überzeugung, dass man mit meiner “Erfindung” nur noch nette Dinge von sich geben kann (z.B. “Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb!” ) und ich mich somit im Stolz und Wohlwollen von der Leyen Sonnen und Baden kann. Zumindest kann man schon mal keine Egoshooter mehr spielen da die Taste “D” fehlt – somit auch empfehlenswert für die unter Dauerbeschuss stehende Kleinfamilie.
Da ich keinen Eintrag einfach so wieder aufwärmen möchte, hier nun die Herausforderung:
Schreibe mit diesem Grundstock an Tasten ( w e r a s u i p h l b n 1 ! , ; ) einen anstößigen Kommentar und beweise mir das Gegenteil!
Die kreativste böse Einsendung gewinnt einen illustrierten Kalender (2010), an dem ich gerade mitarbeite, mit dem Thema Zirkus (nettes Thema, nicht wahr?). Einsendeschluss ist der 15.10.2009 (denn da ist Abgabeschluss für die einzureichenden Kalenderillustrationen). Je nachdem wie böse dein Kommentar ist, behalte ich mir eine Veröffentlichung vor (wer weiß schon was für kranke Genies zulesen) – werde deinen Beitrag aber trotzdem werten.
Ich wünsche meinen zwei Lesern viel Spaß und Erfolg beim Böse sein!
Mfg, O

Urlaubsimpression
Kaum überquert man die Landesgrenze, fliegt einem die Urlaubsseifenblase um die Ohren und man bemerkt, dass sich die Welt weiter gedreht hat. Das Radio erzählt, dass in München anscheinend ziemlich viele Irre wohnen, wir uns doch irgendwo im Krieg befinden und Angela und Frank-Walter bald heiraten werden – CDU und SPD sollen, so munkelt man, nach der Wahl zu einer großen Partei zusammengefasst werden – zur CDPD – um Steuergelder einzusparen.

Urlaubsimpression
Im Internet wird ein Internet-Manifest zusammen gestöpselt und sich gegenseitig auf die Schulter geklopft – bleibt die Frage, ob ein Manifest die Diskussion aus der Blogosphäre befördern kann, oder ob sie genauso an der materiellen Welt zerplatzt wie Zensursula und Killerspiel. Immerhin gibt man sich Bodenständig und benutzt Serifenschrift, was einem zumindest das Lesen erleichtert. Für all diejenigen, deren Augen nach 140 Zeichen müde werden – das ist das Internet:
Apropos Lesen – im Urlaub bin ich über das Buch Die gelöschte Welt von Nick Harkaway gestolpert und kann es jedem, der bitterböser Science Fiction etwas abgewinnen kann, ans Herz legen.
Bemerkenswert an dem Buch ist nicht nur der wunderbare Wortwitz des Autors, sondern auch, dass anscheinend keiner beim Piper Verlag das Buch jemals gelesen hat, denn der Klappentext ist völliger Humbug. Weder heißt der Held der Geschichte Gonzo Lubitsch, wie einem der Klappentext fälschlicherweise vermittelt (das ist nämlich der beste Freund der Hauptfigur (männlich, erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive), noch führt der Auftrag ihn zurück in die Vergangenheit, sondern er erzählt dem Leser aus seiner Vergangenheit und wie es zu den böstragischdämlichen Ereignissen gekommen ist.
Ich befinde mich gerade auf Seite 537 von 729, kann also sein, dass sich herausstellt, dass Gonzo Lubitsch doch die Hauptfigur der Geschichte ist (das Buch strotzt geradezu vor wirren Wendungen) – wenn dem also so sein sollte, nehme ich natürlich meine Behauptungen zurück – andererseits hätte mir Piper dann auf dem Klappentext das Ende der Geschichte verraten, was ich dann genau so prickelnd fände, wie einen falschen Klappentext. Davon abgesehen – das Buch ist einfach gut :).
So, ich glaube ich habe nun genug Rechtschreibfehler meinerseits zusammengetragen – schön wieder da zu sein, im World-Wide-Dings.
Anmerkung: Fahrt nie mit einem alten VW-Bus nach Kroatien – wenn ihr an dem Grenzübergang steht wisst ihr was ich meine.

